Ich habe mir nie tiefere Gedanken über das von der DFL angestrebte (aber auf Eis gelegte) CVC Investorenmodell gemacht; aber ein Kommentar über das spanische Modell (auch CVC?) hat mich stutzig gemacht.

Der Deal sollte ja beinhalten, daß 12,5% der zukünftigen Ferseheinnahmen “verpachtet” werden, wofür der Investor bereits jetzt eine große Summe auf den Tisch legen soll. Ein Teil dieser Summe soll gemäß Verteilerschlüssel an die Vereine gehen.

Der “spanische Kommentar”, den ich gesehen hatte, hat aber folgende Frage aufgeworfen: was ist mit den Vereinen, die in den nächsten Jahren aus den unteren Ligen in die 1. und 2. Bundesliga aufsteigen werden? Deren TV-Einnahmen wären ja dann Jahr für Jahr 12,5% niedriger, ohne das sie dafür vorher Geld gesehen hätten. Das Geld wäre dann ja bei den (ohnehin schon reicheren) “Alt-Vereinen”.

Gab es da Vorkehrungen im Modell, um das auszugleichen? Und wenn nicht, ist das juristisch überhaupt tragbar?

  • Dokobo@alien.topB
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    10 months ago

    Das gleiche habe ich auch mehrfach auf verschiedenen Plattformen gefragt und keine Antwort erhalten. Gerade HSV oder Schalke, die im Selbstverständnis ja in naher Zukunft deutlich weiter oben spielen, müssten doch vehement dagegen sein

  • Werfweg234@alien.topB
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    10 months ago

    Wenn du das Investorengeld vollständig in Maßnahmen steckst, die zukünftige Einnahmen generieren sollen, dann machen all die Vereine nicht mit, die aktuelle besser dastehen, als sie sich langfristig sehen.

    Wenn du das Investorengeld vollständig an die Vereine ausschüttest, dann machen all die Vereine nicht mit, die aktuell schlechter dastehen, als sie sich langfristig sehen.

    Man hat versucht einen Mittelweg zu finden, aber, so wie sich die Vereine positioniert haben, viel zu viel direkt ausgeschüttet.